Die gesetzliche Lage von Cannabis (Stand Febr. 2022)

Wie sieht eigentlich die gesetzliche Lage bezüglich Cannabis – speziell mit den Inhaltstoffen CBD und THC aus? Hier gibt es eine klare Vorgabe, was verkauft werden darf und welche Produkte als illegal eingestuft werden.
Der entscheidende Unterschied, ob ein Produkt in Österreich oder in anderen Ländern erlaubt ist, hängt ganz allein vom THC-Wert ab.

Die gesetzliche Lage in Österreich (Stand Februar 2022) erlaubt den Anbau und den Verkauf aller Hanfprodukte, welche einen THC-Gehalt von 0,30% nicht überschreiten. Dabei spielt es keine Rolle, wie hoch der CBD-Gehalt ist, da er, im Gegensatz zum THC, keine berauschende Wirkung erzeugt.

Wichtig: Es dürfen nur registrierte Firmen/Personen unter bestimmten Auflagen Hanfpflanzen anbauen und verkaufen.
Prozentangaben (z.B. 0,20% THC): Geben an, wie viel eines Inhaltsstoffes – bezogen auf seine Gesamtmasse eines Produktes – beinhaltet ist.

Hanfpflanze - Erlaubt oder Illegal?

Cannabis- zwischen legal und illegal

Darf ich Cannabis-Produkte besitzen und kaufen?

Ja! Der Erwerb und Besitz von Hanfprodukten (CBD-Produkten) ist erlaubt, so lange die gesetzlichen Bestimmungen des jeweiligen Landes, in welchem man die Produkte führt, eingehalten werden. Einzig und allein muss hier in Österreich die THC-Grenze von maximal 0,30% eingehalten werden.


Wie werden die CBD & THC-Werte ermittelt?

Für die Ermittlung des CBD bzw. THC-Gehalts eines Produktes ist eine Analyse notwendig. Hierzu werden Stichproben, zum Beispiel Hanf-Blüten aus einer Ernte, an ein akkreditiertes Labor zugesendet. Durch den Erhalt eines Analysezertifikats sind unter anderem die Werte für CBD und THC ersichtlich. Halten die Werte die gesetzlichen Bestimmungen von maximal 0,30% THC ein, dürfen die Produkte auf den Markt gebracht werden.

Hanfblatt, chemische Formel von Cannabidiol (CBD)

Hanfpflanze in Hanffeld mit Sonnenuntergang

Cannabis ist nicht gleich Cannabis – Hier die Unterschiede

Der Begriff Cannabis stammt aus der Pflanzenkunde – genauer gesagt, aus der botanischen Namensgebung. Somit lässt sich die Pflanze eindeutig bezeichnen. Cannabis ist der Gattungsname aller Hanfpflanzen. Dem Gattungsname wird oft ein Zweitname beigefügt: z.B. Cannabis sativa (Nutzhanf)

Welche Gattungen von Hanf gibt es:

  • Cannabis sativa: Sind THC-arme Pflanzen und in der Regel Nutzhanfsorten, mit einem THC-Gehalt unter 0,30%. Die Nutzhanfsorten sind im EU-Saatgutskatalog aufgelistet und werden jährlich ergänzt.
  • Cannabis indica: Sind THC-reiche Pflanzen. Mit der Gattung Cannabis indica werden oftmals die Begriffe Cannabis/Marihuana in Verbindung gebracht.
  • Cannabis ruderalis: Sind sehr resistent gegen Wettereinflüsse. Ein Hauptunterschied zu Cannabis sativa und indica ist, dass die Ruderalis unabhängig vom Lichtzyklus zu blühen beginnt. Durch chronologische Reifung wird die Blütephase nach wenigen Wochen eingeleitet. Dieser Vorgang wird auch “Autoflowering” genannt.

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