CBD-Blüten aus eigener Hand – Greenhouse Bregenzerwald

Das Projekt

Regionalität und heimische Qualität werden heutzutage großgeschrieben. Im Greenhouse Bregenzerwald, wie wir unsere eigens errichtete CBD-Indoor-Anlage nennen, erzeugen wir unsere aromatischen, zu 100% natürlichen und unbehandelten CBD-Blüten nach ebendiesem Prinzip. Unzählige Abende von Montag bis Freitag sowie die Wochenenden und Feiertage nutzten wir für die Planung, behördliche Abklärungen und schlussendlich die eigenhändige Errichtung der Anlage. Im Jänner 2021 konnte die Anlage in Betrieb genommen werden.

In diesem Artikel zeigen wir, was alles dahintersteckt.

Bud/Blüte einer CBD-Hanfpflanze

Vorarbeit/Ausarbeitung von rechtlichen und bautechnischen Punkten

Die Vorarbeit

Bevor mit dem Bau einer derartigen Anlage begonnen werden kann, müssen zuerst etliche rechtliche und bautechnisch relevante Punkte geklärt werden. Zum einen ist eine Erlaubnis für den Anbau und Verkauf von Hanfprodukten einzuholen und zum anderen sind die Planunterlagen an die zuständigen Organe zu übermitteln, sodass sämtliche Anforderung an das Gebäude ermittelt werden können. Für einen reibungslosen Betrieb haben wir zudem die örtliche Polizei auf unser Vorhaben informiert.


Anwendung von Nutzhanf

In Österreich dürfen nur Sorten ausgesät werden, welche im EU-Saatgutkatalog gelistet werden. In dieser Auflistung sind rund 60 Hanfsorten enthalten, welche in der EU, sofern es keine anderen Bestimmungen im jeweiligen Land gibt, angebaut werden dürfen. Hierbei handelt es sich um sehr THC-arme Sorten, welche meist einen THC-Wert von unter 0,30% vorweisen. In Österreich dürfen Hanfpflanzen diesen nicht überschreiten. Aus diesen Gründen sind auch keine berauschenden Wirkungen zu erwarten. Zudem handelt es sich bei den meisten Nutzhanfsorten um Zwitterpflanzen. Dies hat zur Folge, dass sich die Pflanzen während der Blütephase gegenseitig bestäuben und in den Hanfblüten die Hanfsamen heranwachsen. Die Blüten sind dadurch später nicht mehr wirklich nutzbar.

Hanfpflanze mit Blüte

Eine Idee auf Papier bringen

Nachdem alle behördlichen Anforderungen klar definiert wurden, starteten wir im Mai 2020 mit der eigentlichen Planung der Indoor-Anlage. Aus den ersten Entwürfen wurden Grundrisspläne und konkrete digitale 3D-Modell am Computer erstellt. Diese Modelle statteten wir anschließend mit der notwenigen Technik aus, denn die richtige elektrische Anschlussleistung, Innenraumtemperatur, Luftfeuchte, der idealer CO2-Wert und die Kommunikation aller Ventile, Ventilatoren, Heiz- und Kühlregister, um nur einige zu nennen, mussten geklärt werden. Hierbei wendeten wir uns an führende Vorarlberger Unternehmen, welche uns ihr Knowhow zur Verfügung stellten.


Von der Theorie in die Praxis

Im Sommer 2020 starteten wir dann mit der Errichtung der Anlage. Dies erforderte viele bautechnische sowie bauphysikalische Kenntnisse, welche wir durch unsere Ausbildung sowie berufliche Erfahrung mitbrachten.

Folgende Punkte beschreiben den ungefähren Fahrplan des Vorhabens:

  • Wände stellen
  • Deckenkonstruktionen befestigen
  • Wärmedämmung anbringen
  • Diffusionsdichtheit erreichen
  • Lüftungsinstallationen vornehmen
  • Elektroinstallationen
  • Installationen erstellen (Wasser-und Abwasserleitungen, Waschbecken und Bewässerung)
Indoor-Anlage von WälderKrut - Kurz vor Fertigstellung

Hanfpflanze und LED-Leuchten

LED-Leuchten – energieeffizient und hochmodern

Der Anbau von Cannabis erlebt gerade eine Revolution in der Belichtungstechnik. Während Natrium-Dampflampen seit Jahrzehnten DAS Leuchtmittel für den optimalen Anbau waren, setzen nun immer mehr Unternehmen und auch “Hobbygrower” auf LED-Leuchten.

Viele Punkte sprechen für die Verwendung von LED-Leuchten. Sie sind beispielsweise energieeffizienter, haben eine drei Mal längere Lebensdauer als Natriumdampf-Lampen und können zudem in den Infrarot- (IR) und ultravioletten (UV) Bereich eingehen. IR- und UV-Stahlen sind in der natürlichen Sonnenstrahlung enthalten und werden evolutionstechnisch von der Pflanze für ein optimales Wachstum benötigt.

Durch die Anwendung verschiedener Lichtspektren kann das Wachstum ebenso beeinflusst werden. Während bei herkömmlichen Natriumdampf-Lampen für jede Wachstumsphase das Leuchtmittel gewechselt werden muss, kann die entsprechende Belichtungstechnik bei den meisten LED-Leuchten bereits über das Handy eingestellt werden.

Das sichtbare Licht weist eine Wellenlänge von ca. 400-780nm auf. Während die Cannabispflanze bei mehr Blaulichtanteil (400-450nm) das allgemeine Wachstum von Wurzeln, Stängeln oder Blättern verstärkt, wird bei mehr rotem Licht (ab 700nm) die Blütebildung gefördert.  UV-Strahlung ist mit <400nm, infrarote Strahlung mit >780nm im unsichtbaren Bereich, jedoch für die Pflanze ein wichtiger Bestandteil des Lichtes.

Mit den LED-Leuchten von Greenception können wir all die genannten Wellenlängen optimal einsetzten und dadurch das Wachstum der Pflanze bestmöglich beeinflussen.


Das richtige Klima

Ebenso wie das richtige Licht ist auch ein optimales Klima in einer Indoor-Anlage entscheidend für eine ertragreiche Ernte. Hierbei gibt es mehrere Parameter, welche beachtet werden müssen:

  • Temperatur bei Nacht
  • Temperatur bei Tag
  • Luftfeuchtigkeit
  • CO2-Gehalt
  • Luftzirkulation im Raum
  • Belichtungszeitraum
  • Gießwassertemperatur

Die meisten der genannten Punkte sind je nach Wachstumsphase (Keimling, Wachstums- und Blütephase) unterschiedlich und können auch durch die Größe einer Indoor-Anlage variieren. Hierbei können wir auf eigene Erfahrungsberichte zurückgreifen.


Qualität und Nachhaltigkeit

Hinter der Qualität unserer CBD-Blüten, welche wir im Greenhouse Bregenzerwald erzeugen, steckt jede Menge Fürsorge, Knowhow und Begeisterung, was wir durch die oben genannten Punkte versucht haben, etwas besser zu erläutern.

Nachhaltigkeit ist für uns ein wichtiges Thema. Daher setzen wir auf kurze Wege und auf Partnern aus der unmittelbaren Umgebung. Auf die Anwendung von mineralisch basiertem Kunststoff als Verpackungsmaterial wird verzichtet. Stattdessen verwenden wir für unsere WK.originals wiederverschließbare Beutel aus Zuckerrohr und Recyclingkartons als Verpackung.

Satz-und Druckfehler vorbehalten.